Nach einigen Wochen in Nicaragua fuhr ich mit einem englischen Reisekollegen nach El Salvador. Das Land hat sicherheitstechnisch nicht gerade den besten Ruf, aber die Surfstrände und Touri-Gebiete gelten als sicher und surftechnisch hat El Salvador wiederum einen sehr guten Ruf. Wir mieteten uns für 10 Tage direkt vor einem Surfspot ein und konnten hier fast die ganze Zeit alleine surfen. Ein Anwohner hat uns die dabei fotografiert und ein paar fruchtige Surfbilder für diesen Blog beigetragen.

Das nächste Reiseziel war Guatemala. In meinen Surfpausen gehe ich meistens wandern und diesmal hatte ich das Vergnügen einen sehr aktiven Vulkan zu bestaunen. Einen halben Tag lang wanderte ich hinauf in die Berge bis zur Basis. Dort kann man sich dann erstmal alles anziehen was man hat und in einem sehr kalten Zelt übernachten. Nach einer kurzen, frostigen Nacht erklommen meine Reisegruppe und ich den Gipfel zum Sonnenaufgang und wurden für unsere Anstrengungen belohnt. Während die Sonne hinter hinter einem Vulkan hervorkam fing der Vulkan rechts daneben an zu feuern. Die Leute wurden hektisch und wussten kaum noch was sie lieber sehen bzw. fotografieren möchten…


Ich blieb natürlich lässig wie immer…

Anschließend verbrachte ich noch 1,5 in einem Yoga camp und fuhr daraufhin wieder nach El Salvador. Besuch aus Berlin stand vor der Tür. Marc kam mit seiner salvadorianischen Schönheit Mariela um das Land zu erkunden und gemeinsam ein paar Wellen zu schlitzen.

Mariela, unsere Expertin für Navigation und Sicherheit, zeigte uns was ihr Land zu bieten hat. Marc und ich waren positiv überrascht. Wenige Tage später fuhren wir wieder zum Ozean und nisteten uns direkt am Strand von El Zonte ein. Als erfahrener und höchst erfolgreicher Immobiliendelfin ließ sich Marc nicht lumpen und organisierte eine stattliche Casa für einen gescheiten Urlaub. Mit direkten Blick auf die Wellen, so wie es sich gehört.

Es wurde gesurft, gelacht und hauptsächlich gechillt (ungefähr so wie die letzten 9 Monate halt). Die Zeit ging leider schnell vorüber. Marc und Mariela mussten wieder zurück in den Berliner Regen und ich fuhr zügig nach Costa Rica um meinen nächsten Besuch zu empfangen.

Andy und Tine, zwoa guade Freunde von mir aus München nahmen mich vor ca. 4 Jahren mit nach Marokko, wo ich mit dem Surfen anfing und damit die Saat für diese Reise gelegt wurde. Es wurde Zeit für eine Reunion. Meine bayerischen Surfgenossen kannten Costa Rica bereits und organisierten eine Allrad-Kiste damit wir die buckeligen Straßen Costa Ricas abgrasen und Wellen jagen können.

Wir hatten hier einen feinen Surf und eine sehr guade Zeit. Andy und ich brachten sogar Tine dazu ganze 7 Star Wars Filme innerhalb von drei Wochen anzuschauen. Für eine lebenslange Nicht-Starwarslerin auf jeden Fall sehr sportlich.
Eines Tages ruhten wir uns nach dem Frühstück aus. Andy entdeckte ein Feuer auf dem benachbarten Gründstück und wir liefen rüber um es uns anzuschauen. Der Aufpasser vom benachbarten Grundstück wollte auf einem sehr trockenen Gelände und bei sehr starkem Wind etwas Laub zu verbrennen. Das ist natürlich nicht gerade empfehlenswert und dann auch ziemlich schnell zu einem Waldbrand eskaliert. Als wir erkannten, was los war, packten wir an und schleppten gemeinsam mit unseren Gastgebern Wassereimer, um das Feuer im Zaun zu halten.


Immerhin hat die Feuerwehr nach mehreren Anrufen nur zwei Stunden zum Tatort gebraucht. Der Feuerwehrwagen war mies ausgestattet und hatte einen recht kleinen Wassertank. Die Feuerwehrmänner trugen Macheten statt Feuerlöscher. Also brannte der Wald noch weitere 1,5 Tage und nahm etwas Fläche mit. Bei der Löschaktion verbrannte ich mir leider etwas haut am Knöchel und konnte 7 Tage lang nicht surfen. Am Ende ist alles gut gegangen und es gab noch ein paar sauguade Sessions. Inzwischen bin ich wieder in Nicaragua und werde hier meine letzten Monate in Mittelamerika verbringen…

Eine Galerie gibt es diesmal natürlich auch
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